Der Beruf des Dolmetschers beinhaltet in fast allen Fällen eine entsprechende Ausbildung, mindestens aber einschlägige
Erfahrung und ausreichend Kompetenzen. Warum diese Tätigkeit bei uns trotzdem als möglicher Nebenjob gelistet ist?
Ganz einfach: Zum Einen eignet sich der Job unter Umständen auch für Studierende oder Muttersprachler mit gefragten
Fremdsprachenkenntnissen. Und zum Anderen arbeitet ein Großteil ausgebildeter Dolmetscher mangels fester Arbeitsplätze
ohnehin freiberuflich - oftmals sogar parallel zum eigentlichen Hauptberuf.
Aufgaben und Tätigkeiten: Das macht den Job aus
Dolmetschen ist eine äußerst anspruchsvolle Tätigkeit. Es beinhaltet das schnelle Übersetzen beispielsweise von
Vertragsverhandlungen, aber auch von Amtsgängen - im Gegensatz zum Übersetzer hat ein Dolmetscher kaum Zeit zum
Nachdenken. Inhalte müssen in Sekundenschnelle nicht nur verstanden, sondern auch adäquat in eine andere Sprache
transferiert werden. Dabei gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten: Zum Einen haben insbesondere große Firmen ihre
eigenen Dolmetscher, die bei Verhandlungen mit Geschäftspartnern zum Einsatz kommen. Zum Anderen kann man sich als
Dolmetscher auch selbständig machen und dann in den verschiedensten Situationen zum Einsatz kommen. Die Arbeit mit
wildfremden Menschen und der Einsatz einer oder mehrerer Fremdsprachen zählen zu den wichtigsten Aufgabenfeldern in
diesem Job.
Voraussetzungen & Fähigkeiten: Das sollte man als Dolmetscher mitbringen
Die Arbeit als Dolmetscher verlangt eine einschlägige Ausbildung oder alternativ perfekte Kenntnisse einer (Mutter-)
Sprache, die beispielsweise von einem Gericht beeidigt werden kann. Der Weg über eine Ausbildung an der Sprachenschule
oder ein entsprechendes Studium sind jedoch auch für Muttersprachler oftmals die bessere Alternative. Neben dem
Beherrschen der jeweiligen Fremdsprache sind übrigens auch fundierte der eigenen Muttersprache unabdingbar -
schließlich geht es in Verhandlungen oftmals darum, zwischen beiden Seiten kompetent zu vermitteln. Verschiedenste
Dialekte und Sprachformen müssen ebenfalls verstanden werden. Und auch Sprachkenntnisse sind noch längst nicht alles
in diesem Job: Dolmetscher müssen soziale Kompetenzen und kommunikative Fähigkeiten mitbringen. Ein guter Übersetzer
zu sein, reicht noch lange nicht - Inhalte in die jeweilige Sprache des Gegenübers zu transferieren, erfordert eine
gehörige Portion Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis. Während der Arbeitszeit muss man sich ganz und gar auf andere
Menschen, deren Meinungen und Bedürfnisse einstellen können. Und: Übung macht auch beim Dolmetschen den Meister.
Deshalb ist die stetige Weiterbildung in der jeweiligen Sprache mit all ihren Trends und Tendenzen ebenso unabdingbar
wie das Beobachten aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen vor Ort.
Verdienstmöglichkeiten: Das bringt der Job
Die konkreten Verdienstmöglichkeiten eines Dolmetschers lassen sich pauschal kaum benennen. Zu unterschiedlich sind
die jeweiligen Voraussetzungen in diesem Job. Wer vorrangig nebenbei als Dolmetscher jobbt, der wird leistungsbezogen
vergütet, also nach angenommenem Auftrag. Auch hier kann entweder eine Pauschale oder
aber ein fest vereinbarter Stundenlohn gezahlt werden. Ab etwa 20 Euro bis hin zu 50 Euro und mehr für Top-Dolmetscher
sind in jedem Fall möglich.
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