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Infos zum Thema: Interviewer |
Wildfremde Leute auf der Straße ansprechen, sie nach Einkaufsgewohnheiten oder persönlichen Erfahrungen fragen - für
Interviewer ist dieses Szenario nichts Besonderes. Sie sind es gewöhnt, sich immer wieder auf Neues einzustellen,
zielsicher die gewünschten Kandidaten für verschiedene Umfragen zu erkennen, detaillierte Fragen auch zu ungewöhnlichen
Themen zu stellen. Ziel des Jobs ist es, die Meinungen einer ganz bestimmten Zielgruppe beispielsweise zu einem Produkt
oder einer Serviceleistung zu erfahren - Auftraggeber sind hier beispielsweise Herstellerfirmen sowie deren
PR-Abteilungen, die eine Marktforschungsagentur mit der Analyse beauftragen. Doch auch zu politischen und
gesellschaftsrelevanten Themen (man denke nur an Umfrageprognosen bei den Bundeswahlen!) werden Interviewer gesucht.
Aufgaben und Tätigkeiten: Das macht den Job aus
Die Tätigkeit eines Interviewers liegt in erster Linie darin, Fragebögen oder Kurzinterviews streng nach Vorgabe
durchzuführen und somit bestmöglich persönliche Meinungen des Gegenübers einzufangen. Durch unterschiedliche Studien
und Projekte, verschiedene Interviewformen sowie die stetig wechselnden Interviewten bleibt die Tätigkeit immer wieder
neu und mitunter überraschend. Vom Face-to-Face Interview über das telefonische Kurzinterview bis hin zur mehrstündigen
Gruppendiskussion, in der der Interviewer zusätzlich als geschickter "Moderator" fungieren muss, sind verschiedene
Aufgaben möglich. Je nach Job können außerdem zusätzliche Tätigkeiten hinzukommen: In einigen Agenturen gehört auch
das Rekrutieren der möglichen Zielgruppe dazu. Wer selbständig von zu Hause aus für ein Marktforschungsinstitut
arbeitet, kann in vielen Fällen auch passende Freunde, Bekannte und Verwandte befragen.
Voraussetzungen & Fähigkeiten: Was man als Interviewer mitbringen sollte
Die Tätigkeit als Interviewer ist komplexer, als sie auf den ersten Blick wirkt. Aus diesem Grunde bevorzugen
Marktforschungsinstitute auch für Aushilfen Menschen mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder Studierende -
SchülerInnen werden nur selten beauftragt. Eine besonders wichtige Eigenschaft eines guten Interviewers ist das genaue
und sorgfältige Vorgehen - bei umfangreichen Fragebögen sollte deshalb immer eine genaue Einarbeitung stattfinden.
Einmal falsch angekreuzte oder fehlerhaft eingeordnete Antworten können den gesamten Interviewerbogen unbrauchbar
machen. Darüber hinaus müssen Interviewer die Fähigkeit besitzen, freundlich und aufgeschlossen auf Andere zuzugehen,
ohne jedoch allzu persönlich zu werden: Schließlich darf die eigentliche Umfrage nicht aus den Augen verloren werden.
Oftmals sind die vorgefertigten Fragen für Laien ungewöhnlich formuliert - deshalb sollte ein Interviewer fähig sein,
mit bildhaften Beispielen und eigenen Worten die Rückfragen und Zweifel des Interviewten schnell zu beantworten.
Verdienstmöglichkeiten: Das bringt der Job
Die Interviewertätigkeit ist eine Nebentätigkeit, die in der Regel recht ordentlich vergütet wird. Die Verdienste
hängen dabei jedoch stark von der jeweiligen Arbeitsform ab - wer nebenbei in einer Marktforschungsagentur angestellt
ist und keine entsprechende Vorkenntnisse hat, kann hier im Schnitt mit etwa acht bis zwölf Euro Stundenlohn rechnen.
Wenn nach Projekten abgerechnet wird, auch mit entsprechenden Pauschalen. Institute, die Mitarbeiter von zu Hause aus
beschäftigen, vergüten meist pro ausgefülltem Fragebogen. Hier kann je nach Umfang und Aufwand sehr unterschiedlich
mit fünf bis 30 Euro gerechnet werden, bei sehr umfangreichen Fragebögen auch mehr.
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