Manche kennen sie noch von ihrem Asienurlaub, anderen sind sie längst auch in deutschen Innenstädten geläufig: Eine
moderne Form der Rikschas, also aus eigener Kraft betriebene Fahrzeuge, erobert die Straßen. Je nach Anbieter sind die
Rikschas auch als Fahrrad- oder Velotaxi bekannt. Vorn sitzt der Fahrer, hinten können ein bis zwei Gäste Platz nehmen -
und sich bei frischem Fahrtwind und bester Aussicht gemächlich von A nach B kutschieren lassen.
Aufgaben und Tätigkeiten: Was den Job ausmacht
Kräftig in die Pedale treten, seine Kundschaft sicher zum gewünschten Ort bringen und danach auf die nächsten Gäste
warten: So in etwa lässt sich die Tätigkeit eines (modernen) Rikschafahrers beschreiben. Die meisten Gäste nehmen das
Fahrradtaxi (noch) für eher kleine Strecken im innerstädtischen Bereich in Anspruch. Zur Abwechslung können auch
durchaus einmal längere Fahrten dabei sein. Auch individuelle Stadtrundfahrten von dreißig bis sechzig Minuten sind
sehr beliebt - hier zählt auch das Informieren über Sehenswürdigkeiten und Geschichtlichtes einfach mit dazu. Ob man
dabei eigenständig mit (gemieteter) Rikscha oder im Verbund mit anderen Fahrern auf Kundschaft wartet, hängt unter
Anderem vom Arbeitsvertrag ab.
Voraussetzungen & Fähigkeiten: Was man als Rikschafahrer mitbringen sollte
Was für "gewöhnliche" Taxifahrer gilt, das zählt auch für Rikschafahrer: Eine umfassende Ortskenntnis ist unumgänglich
- im Innenstadtbereich, wo das alternative Taxi gern in Anspruch genommen wird, müssen oftmals Baustellen,
Einbahnstraßen und Fußgängerzonen mit berücksichtigt werden. Ein Personenbeförderungsschein ist meist ebenfalls Pflicht.
Darüber hinaus ist der sportliche Aspekt nicht zu vergessen - Rikschafahrer müssen gut trainiert sein und über
ausreichende körperliche Fitness, insbesondere auch Kraft verfügen. Die Fähigkeiten, auch mit fremden Menschen schnell
ins Gespräch zu kommen und "Small Talk" zu halten, ist ebenfalls sehr wichtig für den Job.
Verdienstmöglichkeiten: Das bringt der Job
Ein Rikschafahrer verdient meist erfolgsabhängig, also nach bezahlten Fahrten. Dies gilt insbesondere für Fahrer mit
eigener bzw. gemieteter / geleaster Rikscha. Auf Aushilfsbasis im Velotaxi-Betrieb wird mitunter auch ein Stundenlohn
gezahlt werden. Dies hat den Vorteil, dass auch bei Nichtauslastung beispielsweise an Regentagen mit einem festen
Verdienst gerechnet werden kann. Pauschale Aussagen über den Verdienst können daher kaum gemacht werden. Bei guter
Auslastung sind pro Stunde zwischen 15 und 30 Euro möglich - die jedoch dann solche Arbeitszeit ohne Auslastung mit
finanzieren müssen. Mit den Kunden wird entweder als Pauschale, beispielsweise für eine Stadtrundfahrt, oder pro
Kilometer abgerechnet.
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