Dieser Job beflügelt die Phantasie - zumindest, was Filmemacher und Autoren betrifft. Einsame Nächte im Taxiwagen oder
spannende Begegnungen während der Fahrt: Auch wenn dieses Klischee natürlich nur einen kleinen Teil der Realität ausmacht,
so fasziniert der Beruf allen Hürden zum Trotz noch immer zahlreiche Menschen.
Aufgaben und Tätigkeiten: Das macht den Job aus
Ein Taxifahrer arbeitet meist im Schichtdienst, wobei selbstverständlich auch Wochenenden und Nachtdienste eingeplant
werden müssen. Die allermeisten Unternehmen setzen die Bereitschaft zum Schichtdienst voraus. Die Aufgabe selbst ist
klar definiert - Fahrgäste wollen je nach Wunsch von A nach B gebracht werden, was von einer kurzen Stadtfahrt bis zur
längeren Tour alle Möglichkeiten umfasst. Der Zuschlag für einen Auftrag kann auf zweierlei Weise erfolgen: Über den
Taxifunk vergibt die Zentrale des Arbeitgebers Touren, die von Kunden bestellt wurden. Diese werden entweder direkt
zugeteilt oder an den ersten Fahrer vergeben, welcher sich rückmeldet. An großen Plätzen, beispielsweise Innenstäden,
Bahnhof oder Messen, werden Taxis auch direkt geordert. In diesem Fall gibt der Fahrer eine kurze Rückmeldung an die
Zentrale über seine Tour sowie die mögliche Fahrtzeit. Neben dem Fahren selbst ist so mancher Taxifahrer auch als
Gesprächspartner gefragt: Ein wenig Smalltalk gehört für die allermeisten Fahrgäste einfach dazu. Mindestens ebenso
zum Jobprofil gehört außerdem die Wartezeit, welche insbesondere zu später Stunde unter der Woche sehr lang werden kann.
Voraussetzungen & Fähigkeiten: Was man als Taxifahrer mitbringen sollte
Ein Führerschein sowie ein Personenbeförderungsschein sind die formalen Voraussetzungen, um als Taxifahrer tätig zu
werden. Letzterer muss nicht zwingend bei der Bewerbung um einen Job vorliegen, manche Taxiunternehmer zahlen ihren
Fahrern die Kosten für die Ausstellung. Darüber hinaus werden fundierte Ortskenntnisse verlangt, welche ebenfalls in
der Prüfung für den Personenbeförderungsschein abgefragt werden. Darüber hinaus sollten gute Umgangsformen eine
Selbstverständlichkeit sein. Gelassenheit und Humor helfen, wenn der Job einmal stressig oder anstrengend wird -
beispielsweise bei der Beförderung betrunkener Partygäste am Wochenende. Übrigens: Alles gefallen lassen muss sich
ein Taxifahrer selbstverständlich nicht, insbesondere, wenn die Sicherheit der Fahrgäste gefährdet ist. Hier ist die
Rücksprache mit der Zentrale sowie ggf. der Polizei sinnvoll.
Verdienstmöglichkeiten: Das bringt der Job
Wieviel ein Taxifahrer verdient, lässt sich pauschal kaum beantworten. Entgegen gängiger Praxis in den meisten
Branchen heute werden Taxifahrer nach wie vor selten auf Stundenbasis bezahlt. Weil Taxiunternehmen mit wechselnden
Preisen für Benzin, Instandhaltung der Wagen und selbstverständlich auch Konkurrenz rechnen müssen, geben sie diesen
Unsicherheitsfaktor meist an ihre Fahrer wieder. Das bedeutet: Bezahlt wird beispielsweise auf Provisionsbasis, wobei
der Fahrer einen Anteil der eingebrachten Fahrtkosten erhält. Je nach Verhandlungsgeschick und Arbeitsvertrag kann
dieser Anteil bei etwa 30 bis 40 % liegen. Dies bedeutet: In guten Zeiten wie beispielswiese zur Messe-Saison sind
relativ hohe Stundenlöhne von 20 Euro oder mehr möglich, in schlechten Zeiten kann auch einmal ein bis mehrere Stunden
kein Fahrgast kommen. Ein Durchschnittswert pro Stunde ist daher kaum zu benennen, er hängt auch stark vom Ort und
der jeweiligen Lage im Stadtgebiet ab. Wird ein fester Stundenlohn gezahlt, liegt dieser im Schnitt zwischen etwa 4 und 7
Euro, seltener auch mehr. Eine wichtige Einnahmequelle für viele Taxifahrer stellt das Trinkgeld dar, welches in der
Regel einbehalten werden kann.
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