Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Als Testkäufer oder Mystery Shopper verdient man Geld durchs Einkaufen gehen -
was bei genauerem Hinsehen jedoch nur der halben Wahrheit entspricht: Oftmals handelt es sich bei dem "Kauf" um ein
unverbindliches Kaufgespräch, welches dann nicht zum Abschluss führt. In anderen Jobs müssen die gekauften Waren wieder
zurück getauscht werden. Es gibt jedoch auch Testkäufe, bei denen tatsächlich ein gewisser Warenwert von der jeweiligen
Agentur übernommen wird. Weil der Job des Mystery Shoppers enorm beliebt ist, gibt es neben erfahrenen Agenturen auch
unseriöse Angebote. Prüfen Sie deshalb gut und informieren Sie sich gegebenenfalls vorab über die Auftraggeber für
Ihren nächsten Testkauf!
Aufgaben und Tätigkeiten: Das macht den Job aus
Der Name verrät es bereits - als Testkäufer überprüft man Läden und Shops, aber auch Servicedienstleister wie Banken,
Friseure oder Gastro-Betriebe gewissermaßen "undercover": Man gibt sich als Kunde aus, der am Produkt bzw. der
angebotenen Dienstleistung interessiert ist. Je nach Auftrag kann es dann zu einem Kauf- und Beratungsgespräch kommen,
der zu einem Abschluss führt - oder eben nicht. Auch eine Reklamation bzw. ein Umtausch gekaufter Ware kann zum Testkauf
dazu gehören. Die zweite wichtige Aufgabe eines Testkäufers ist das Protokollieren des Einsatzes: Meist werden hierzu
vorgefertigte Fragebögen ausgefüllt, in denen spezifische Fragen zum Shop, zu den Mitarbeitern sowie zum Kauf selbst
beantwortet werden müssen. Auch ein Freitext für einen Bericht in eigenen Worten kann hiervon Bestandteil sein.
Voraussetzungen & Fähigkeiten: Was man als Testkäufer mitbringen sollte
Ganz grundsätzlich kann jeder Mensch als TestkäuferIn jobben, sofern er die nötigen Voraussetzungen für den jeweiligen
Auftrag mitbringt. Je nach Testkauf können nämlich ganz spezifische Kriterien gefragt sein: Alter, Geschlecht,
Berufsgruppe und viele weitere Aspekte werden im Testkäuferprofil abgefragt. Sie richten sich in erster Linie nach dem
Auftraggeber, der oftmals eine spezielle Zielgruppe zur Überprüfung einsetzen möchte. Darüber hinaus sind eine gute
Beobachtungsgabe und Genauigkeit obligatorische Eigenschaften eines guten Testkäufers. Selbstverständlich gehört auch
eine gewisse schauspielerische Begabung dazu - schließlich muss der Testkauf absolut authentisch wirken, die Rolle als
Kunde perfekt sitzen.
Verdienstmöglichkeiten: Das bringt der Job
Der Job als TestkäuferIn lohnt sich insbesondere bei regelmäßigen Einsätzen. Alternativ hierzu gibt es auch Agenturen,
die über einen bestimmten Zeitraum mehrere Einsätze in kurzen Abständen anbieten. Weil Testkäufe in aller Regel pro
abgewickeltem Auftrag bezahlt werden, kann dann gutes Geld verdient werden. Darüber hinaus können Testkäufe auch nach
Bedarf angenommen werden - als kleine zusätzliche Finanzspritze. Wie hoch der einzelne Kauf vergütet wird, hängt stark
von Anforderungen und Umfang des Fragebogens ab. Einfache Tests, die oftmals nur eine halbe Stunde inklusive Ausfüllen
benötigen, können mit etwa fünf bis zehn Euro vergütet werden. Für aufwändigere Aufträge sind schnell fünfzehn bis
dreißig Euro und mehr möglich. Hinzu kommen zahlreiche Extras, die je nach Testkauf gewährt werden können: In einigen
Studien werden Serviceleistungen getestet, die oftmals zusätzlich zum Testhonorar bezahlt werden - so sind
beispielsweise der Friseurbesuch oder auch eine Autoreparatur gratis. Wird der Auftrag auf Gewerbeschein bzw.
Rechnung absolviert, muss er selbständig versteuert werden.
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