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  jobben als Werkstudent

Werkstudenten haben eine lange Tradition in Deutschland: Erstmals bekannt wurde der Begriff zur Zeit des Ersten Weltkriegs, als immatrikulierte Studenten neben ihrem Studium in Fabriken oder landwirtschaftlichen Betrieben arbeiteten. Dabei ersetzten sie die eigentlichen Arbeiter, die zu einem Großteil für den Krieg eingezogen wurden.

Der heutige Begriff des Werkstudenten hat mit seinem Ursprung jedoch nur noch wenig gemein. Zwar gilt er nach wie vor für Studentinnen und Studenten, die während ihres Studiums jobben und sich so Geld hinzuverdienen. Trotzdem steht heute neben dem reinen Geldverdienst auch der Lerneffekt im Vordergrund: Denn im Gegensatz beispielsweise zum 400-Euro Job für Studenten ist die Tätigkeit als Werkstudent mehr auf das eigene Studium ausgerichtet. Nur ein Beispiel: Wer später als Architekt arbeiten möchte, der kann schon während des Studiums als Werkstudent in einem Architekturbüro wertvolle Erfahrungen für den Job sammeln. Gar nicht selten werden Werkstudenten sogar eingeladen, ihre Abschlussarbeit - beispielsweise ihr Diplom - im Betrieb zu schreiben. Der Job als Werkstudent ist somit eine Tätigkeit mit Mehrwert, die auch für den späteren Berufsweg qualifizieren soll. Häufig ist der Job daher auf eine längerfristige Zusammenarbeit angelegt.

Unabhängig davon, wie die Tätigkeit im einzelnen gestaltet wird, unterliegen Werkstudenten denselben Rahmenbedingungen wie andere studentische Nebenjobber. Sie dürfen während der Semesterzeit maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten, in den Semesterferien jedoch auch mehr. Und auch in puncto Einkommen sollte man genau nachrechnen: Denn für die Förderung durch Bafög, das Kindergeld und natürlich die Einkommenssteuer gelten ganz spezifische Verdienstgrenzen.